Workshops Schmallenberg

“How to … Sing Swing! Sing Ballads & Blues!

Modul 1: “Sing Swing!” Freitag, 16.2.18 14-17 Uhr

Konzert am 16.2. um 20 Uhr mit Peter Autschbach git & Sabine Kühlich voc/sax

Modul 2: “Sing Ballads & Blues!” Samstag, 17.2.18 11-14 Uhr

Teilnahme Modul 1 oder Modul 2 incl Konzert: 75 Euro

Teilnahme an beiden Modulen incl Konzert: 120 Euro.

Tom Astor Musikschule, Bahnhofstraße 44, 57392 Schmallenberg, 02972-9612110

Anmeldung: Agnetha Bräutigam, 02972-9612110, musikschule@tom-astor.de

Sabine Kühlich zeigt in 2 unabhängigen Modulen wie es geht! Was macht die verschiedenen Stile aus? Wie fühlen sie sich an? Wie kann man das Gefühl mit der Stimme ausdrücken? Was macht die Stimme genau dabei?

Das Verschmitzte des Swings, der Herzschmerz einer Ballade, das gemütliche Wiegen eines Slow-Swings … wir begeben uns auf die Pfade der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts. Wir beschäftigen uns mit Phrasing – der Art, wie man die Noten im Takt platziert, Timing und Micro-Timing – dem feinen „Würzen des Songs“ mit Verzögerungen oder Betonungen und natürlich auch mit Improvisation – den kleinen Tricks und Kniffen, die uns durch die Akkorde helfen.

Die physiologische Seite der Stimme steht mit auf dem Programm: Mit jedem Stil verbindet sich eine bestimmte Atmosphäre und auch der Klang der Stimme charakterisiert einen Stil. Findet die Elemente in Eurer Stimme, die stimmig zum Stil sind – genauso wie der Bikini zum Girl from Ipanema passt… Die Meister der Epochen verraten uns ihre Sicht der Dinge: Ist Swing ein unbeflecktes, übermütiges Stück amerikanischer Lebensfreude? Ist Blues eine schwarze Depression? Hat die Stilistik eine Stimme? Billie Holiday ist als Balladensängerin stark, Etta James und Joy Flemming leben den Blues, Ella Fitzgerald swingt unglaublich, Popsängerinnen wie Adele oder Celine Dion entführen uns in ihre Gefühlswelt mit ihren Balladen.

Wir erarbeiten neue Songs und jeder Teilnehmer bringt einen Song in der entsprechenden Stilistik mit. (Beispiele in der Beschreibung der einzelnen Module, gern auch Nachfragen/Vorschlag an sabinekuehlich@gmail.com)

 

Modul 1: “Sing Swing!”

Termin: Freitag, 16.2.18 Zeit: 14-17 Uhr

Das Verschmitzte des Swings, der Flirt, die gute Laune sind Thema in Songs wie „Honeysuckle Rose“, „Almost like beeing in love“, „Let’s do it“, „All of me“. Auch in deutscher Sprache gibt’s viele tolle swingende Songs – Roger Cicero oder Hildegard Knef sind hier nur 2 Namen. Aber auch die gemütliche Seite, das „Schwofen“ und „Schaukeln“ gehört zum Swing. Diese slow Swings berühren schon das Balladeske: „What a wonderful world“ oder „As time goes by“. Im Swing ist das Spiel mit der „time“ ein Mittel, den Song interessant zu interpretieren. Dabei wird quasi nie der Song so gesungen, wie er rhythmisch auf dem Papier steht. Das Hören der Originalaufnahmen gibt mehr Auskunft zum Stil als die Realbook-Abschriften der Komposition. Dieser Effekt des Jazz – die wichtigen Interpretationen der Meister zählen mehr als die Noten – heisst „Oral Tradition“. Egal ob uptempo, medium oder slow Swing – Improvisation und Variationen der Originalmelodie füllen den erfahrenen improvisierenden Sänger mit Spielfreude aus. Natürlich gibt’s es hier viele Regeln – sowohl harmonische als auch rhythmische. Auch die Wahl der Silben ist interessant. Hier könnt ihr Versuche starten, die Improvisationsfreude zu erleben – vergesst Impro-Stress! Einige guidelines bringen uns durch die Songs in der Improvisation. Natürlich steht jedoch die Aussage des Songs, die individuelle Interpretation an erster Stelle – auch diesem Thema widmen wir uns in unseren Wochenendworkshop. Drum: “SWING IT BABY!

Modul 2: “Sing Ballads & Blues!”

Termin: Samstag, 17.2.18 Zeit: 11-14 Uhr

Sehnsüchtige Liebe, enttäuschte Liebe, Betrug und Verrat, oder auch: Hoffnung – all diese Themen werden in Balladen vertieft, erläutert, ausgesungen. Selten liegen Wut und sanftes Verliebtsein so dicht beieinander wie hier – selbst in einem Song kann der emotionale Focus schnell wechseln – eben so wie im wahren Leben auch: „Angel Eyes“, „Tenderly“, „Misty“. Oft werden in echten Jazz-Balladen intellektuell-emotionale Texte kombiniert mit Spannungsnoten. Der Sänger kann so individuell die harmonische „Würze“ ausspielen und „timen“. Etwas einfacher, souliger, ja gospel-artiger funktionieren die Bluesy Ballads. Songs wie „Black Coffee“ oder „Born to be blue“ bewegen sich meist schon auf der dunkleren Seite der Gefühle, gern spielt Alkohol eine Rolle und der Wille nach „Abrechnung“ – endlich den „Schluss-Strich“ ziehen geht mit entsprechender Enttäuschung einher. Einfachere Harmonik mit Blue Notes geben dem Sänger die Möglichkeit individueller Verzierungen. In der Popmusik spielen Sängerinnen die Höhen und Tiefen ihrer Stimmen – alle Farben vom Hauch zum Belting aus. Ob Celine Dion „My heart will go on“, Amy Winehous „No good“, Barbara Streisand, Whitney Houston „I will always love you“, oder Adele mit „Hello“ – eine Ballade erreicht das Herz des Zuhörers, macht nachdenklich, entführt uns in eine emotionale Welt.

Blue Notes sind auch im Blues beliebtes Stilmittel um moll und Dur gegeneinander auszuspielen oder sogar miteinander erklingen zu lassen. Blues ist nicht immer nur traurig, nein es gibt auch den frohen Blues. Eins aber haben fast alles Blues gemeinsam: die 12taktige Form, einen deutlichen Beat und ein harmonisch „einfaches“ Schema. Ob „All Blues“, „Stormy Monday“ oder „Every day I got the blues“ – hier spielen Sänger gern ihre Stimmgewalt aus. Ihr werdet in Jazzballad, bluesy Ballad und dem guten alten Blues improvisieren, Euren Gefühlen freien Lauf lassen – nach dem Motto: “BLUES & BALLADS – Sad or glad – make your heart sing!“

 

Sabine Kühlich ist Hauptfachlehrerin für Jazzgesang am Conservatorium Maastricht und der Hochschule für Musik Würzburg. Sie unterrichtet die Theoriekurse: „Vocal Skills“, „Didaktik“ und „Advanced Teaching Skills“ und koordiniert die Gesangsabteilung Maastricht. Eine rege Konzerttätigkeit führt sie durch Deutschland, BeNeLux, Brasilien, Asien und USA. Sabine Kühlich ist Mitglied der Jury des ältesten Bandwettbewerbs Belgien und Mitglied der Aufnahmeprüfungskomissionen Maastricht und Würzburg.

www.sabinekuehlichblog.wordpress.com

Anmeldung über die Tom Astor Musikschule: Agnetha Bräutigam, 02972-9612110, musikschule@tom-astor.de

musikschule@tom-astor.de, www.facebook.de/tomastormusikschule

Konzert: Preis – In der Teilnahmegebühr inbegriffen

Konzertlocation:

Maria-Wald-Kapelle (Gasthof Braun)

Ohlenbach 6

57392 Schmallenberg

 

Übernachtung im Gasthof Braun (wo das Konzert auch ist) oder Agnetha Bräutigam anrufen 😉 02972-9612110 … Sie kann Empfehlungen von Gasthof bis 5-Sterne Hotel geben. Da gibt es total viele!

Ich freu mich auf Euch!!!!!

Dieser Workshop ist auch geeignet zur Vorbereitung der Aufnahmeprüfung Jazzgesang.